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Biographie Kathrin Beddig

Nach Förderstipendium an der Musikschule der Stadt Bonn folgte das Studium an der Musikhochschule Köln. Währenddessen Besuch von Meisterkursen (p.-l. Graf, Trevor Wye, Michael Faust u. a.), sowie Assistenz an der Hochschule.
Anschließend
Aufbaustudium an der Musikhochschule Karlsruhe, zusätzlich Ausbildung bei Claudio Spieler (Percussion) und Unterricht bei Shakuhachi-Meister Jim Franklin.

Kammermusikprojekte mit Kotospielerin (jap. Harfe), Obertonsänger, Trommlern, Organisten, Gitarristen, Pianisten u. a.

März 2009: Beginn der Arbeit an der Künstlerfigur Momoreska

Teilnahme am Programm des woodroot radio (Österreich)
Referentin für Improvisation-Workshops u. a. beim FdQ
Fortlaufende Beteiligung an Konzertreihen und Festivals.

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Interviews

Interview zu Goethe-China

Als erstes möchte ich die Frage stellen: was hat Goethe mit China zu tun?
Nun, es gibt da so einige Querverbindungen, die findet sucht, wer sucht!
Goethe las von Jugend an Laotse. Er beschäftigte sich mit chinesischen Romanen in französischer Übersetzung. Er ließ sich vom 1. Professor für Sinologie, der ein Freund von ihm war, im Schreiben chinesischer Schriftzeichen unterrichten.

Hat Goethe auch selbst Gedanken über die chinesische Kultur geäußert?
Zum Beispiel in seinem kleinen, aber feinen Gedichtzyklus „Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten“. Er schrieb ihn, als er schon 78 Jahre alt war. Ich nehme sie als Mittelpunkt meines Programms.

Diese Gedichte sind nicht jedem geläufig…
Das stimmt. Sie eignen sich aber sehr gut dafür, als Ansatzpunkt das große Werk Goethe etwas handlicher zu machen, nicht zuletzt stehen sie auch in direktem Bezug zu dem schönen Thema Goethe und die Frauen…

Dieser Bezug lässt sich aus den Gedichten herleiten?
Durchaus. Wie viele andere Dichter war auch Goethe jemand, der den mehr oder weniger erfolgreichen Kontakt zum anderen Geschlecht in Reimform verarbeitet hat. Als er den Zyklus schrieb, war er gerade unglücklich verliebt.

Aber er war doch schon recht alt?

Wie man so schön sagt: Alter schützt vor Torheit nicht… Er hatte jedenfalls ganz ernste Absichten und wurde zurückgewiesen. Ich finde, man kann daraus auch ablesen, wie er so gelebt hat: er hat nicht den ganzen Tag nur am Tisch gesessen, um zu schreiben, sondern bewegte sich auch gerne aus seinem Gartenhaus heraus.

Gartenhaus?

Er wohnte, als er den Zyklus schrieb, in einem Gartenhaus, das er 50 Jahre zuvor von seinem Freund, dem Kurfürsten geschenkt bekommen hatte.

Das klingt idyllisch.
War es bestimmt auch. Meine Musik lege ich darum sehr naturverbunden an und so klingen die Stücke oft wie weite Landschaften, in die man hinausschaut.

Ein entspanntes Programm?
Ich würde sagen, es ist sowohl spannend als auch unterhaltsam und in Karlsruhe zu hören: am 20. März 2019, 19 Uhr, im Prinz-Max-Palais, veranstaltet von der Goethegesellschaft Karlsruhe.

Interview zu Flow

Im Gegensatz zu Ihren sonstigen Projekttiteln, die der vertiefenden Erklärung bedürfen, ist „flow“ ja nahezu ein Begriff aus dem Mainstream…
Ja, das schien mir am passendsten, wenn ich dafür auch den Preis bezahle, dass der Faktor des Besonderen dadurch nicht mehr direkt aus dem Titel abzulesen ist.

Folgen Sie nur im Titel oder auch musikalisch gesehen hier mehr dem Mainstream?
Flow ist ein Programm, das bewusst mehr Oberfläche und weniger Tiefe sucht, eine plakative Annäherung an das Bedürfnis der heutigen Zeit nach einer Musik als Hintergrundkulisse. Nicht leicht für einen klassischen Musiker, der gelernt hat, jeden Ton auf die Goldwaage zu legen… Aber andererseits entspreche ich hierin einer improvisierenden Arbeitsweise, die ich durchaus nicht selten anwende, wenn ich etwas Neues entdecken will: mir selbst wenig vorzuschreiben, wie man so sagt: alles kann – nichts muss.

Zeitgemäße Musik mit einem hohen Maß an spontanen Entscheidungen?
So kann man es sagen. Ich mag es nicht so sehr, mich in vorgegebene Formen zu zwängen. Der Drumcomputer gibt eine einfache wiederkehrende Form vor, ich gehe mit, setze mich aber auch darüber hinweg, installiere Gegenrhythmen und weiterführende Linien. Ich folge nur der vagen Vorstellung einer offenen Liedform mit Thema und Gegenthema.

Was meinen Sie mit „vage Vorstellung“?
Damit meine ich, dass ich mich bewusst nicht genau festlege, jeder Bestand-teil existiert in unendlichen Momentaufnahmen, die man unmöglich alle festhalten kann. Es gibt Annäherungen, doch man wird damit nicht fertig und will auch kein Ende finden. Auch die Zahl der Takte ist nicht vorgeschrieben.

Beinah schon ein Stück weit wie „freie Musik“?
Ja, mit dem Maß, was mir an persönlicher Formgebung notwendig erscheint. Ich spiele gerne Lieder, die dieser Mischform entsprechen: dass etwas festgelegt ist, aber die Offenheit für neue Wendungen aufweist und deren Flüchtigkeit riskiert und als Bereicherung miteinbezieht.

Interview Mozart am Nil

Wieso nennen Sie dieses Programm Mozart am Nil? Mozart hat sich doch selber nie in Ägypten aufgehalten, oder?
Mozart ist viel gereist und tatsächlich: bis an den Nil ist er nie gekommen, jedenfalls nicht real, aber in Gedanken durchaus, denn der Orient war zu seiner Zeit groß in Mode und Mozart hat viele orientalische Stoffe bearbeitet, wie zum Beispiel die Entführung aus dem Serail.

Zitieren Sie daraus in Ihren Stücken?
Nein. Grundlage meiner Musik ist die Vertonung von Briefen, die Mozart auf Reisen geschrieben hat. U. a. erzählt er darin, wie er gerade „türkische Musik“ komponiert oder eine Anekdote zu einer Aufführung der Zauberflöte, die ja in Ägypten spielt.

Dann verbinden Sie in Ihren Stücken also Klassik und Orient? Wie klingt ihre orientalische Musik?
Einige meiner Lieder habe ich in orientalischem Stil geschrieben zu einer Trommelbegleitung. Die Kombination von Flöte und Trommel ist im Orient traditionell. Ich spiele zwar nicht die orientalische Form der Flöte, aber empfinde deren Klang nach. Typisch sind zum Beispiel das bewusste Abwei- chen aus der Intonation, aber auch viele kleine Verzierungen und Triller.

Was interessiert Sie an der orientalischen Musik?
Ich finde besonders spannend, dass es darin Takte gibt, die im westlichen Europa seit der Barockzeit völlig verdrängt wurden, wie der 5/8 Takt oder der 7/8 Takt. Die europäische Musik war so christlich geprägt, dass die 3 als heilige Zahl gegenüber 5 und 7 in Takten bevorzugt wurde. Die 4 als „unvoll-kommene 3“ wurde auch etabliert, insgesamt liebte man es gradtaktiger.

Was gefällt Ihnen am Thema Mozart?
W. A. Mozart verbreitet auch in seinen Briefen Heiterkeit und Leichtigkeit. Wer seine Briefe liest, kann sich sehr gut den Menschen dazu vorstellen. Es sitzt ihm oft der Schalk im Nacken und er schreibt so lebendig, dass sich das, was er erlebt, wie von selbst vor dem inneren Auge abbildet.

Interview Es singt dir mein Herz 

Dies ist Ihr erstes selbst geschriebenes Programm… Was hat Sie veranlasst, mit dem Komponieren zu beginnen?
Zu Komponieren hatte ich schon als Kind versucht, in mir ist ein starker Motor, kreativ zu sein, der wollte sich immer auch musikalisch zeigen. Doch es blieb lange nur bei einzelnen Projekten, mehr so am Rand. Im Lauf der Jahre wuchs in mir die Sehnsucht, eine umfassende künstlerische Form zu finden, die mir entspricht und bestand hat und gleichzeitig meine Weiterentwicklung unterstützt. Ich hatte das Gefühl, das selbstgeschriebene Konzertprogramm ist genau so eine Form, auf die sich aufbauen lässt. Begonnen habe ich mit den Psalmenvertonungen für Es singt dir mein Herz, weil die schon lange in mir sozusagen geruht hatten. Das hat dazu geführt, dass ich das gesamte Programm innerhalb von 14 Tagen fertig hatte.

Ist das ungewöhnlich schnell?
Das Schreiben von Musik geht bei mir eigentlich immer so schnell, weil ich erst anfange zu schreiben, wenn ich schon eine ziemlich genaue Idee habe, worum es mir geht. Was länger dauert, ist, in der Vorlaufzeit diese Idee zu entwickeln. Das, was ich sagen will, muss sich in mir vor-bilden. Dies ge-schieht in der Regel langsam durch umfangreiches Lesen und Recherchieren.

Warum setzen Sie bei Ihren Psalmenvertonungen verschiedene Flöten ein?
Jedem der mir zur Verfügung stehenden Klänge ordne ich ein bestimmtes Gefühl zu. Auch wenn ich wirklich viele Klangfarben auf der Querflöte hervorrufen kann, so dass ich oft die Rückmeldung bekomme, „wir wussten gar nicht, dass diese Bandbreite auf einem einzigen Instrument möglich ist“, finde ich es doch sehr bereichernd, auch Holzklang mit ein zu beziehen, wie die Helligkeit der Sopranflöte, die Wärme der Bambusflöte... In „Es singt dir mein Herz“ zeige ich außerdem eine selbst gebaute kleine Flöte aus Schwanenknochen. Sie entstand unter Anleitung eines Archäologen mit originalen Steinzeitwerkzeugen.

Interview zu Gullivers Reisen

Gullivers Reisen – kehren Sie mit diesem Programm zurück zu einem Lieblingsbuch Ihrer Kindheit?
Nein. Natürlich habe ich das Buch als Kind gekannt. Aber Jonathan Swifts Roman ist eine gesellschaftspolitische Satire, in der es um Hierarchien und Missstände seiner Zeit geht, ein Buch für Erwachsene, das sozusagen fälschlicherweise als Kinderbuch berühmt geworden ist.

Wie sind Sie auf das Thema gekommen?

Während der Recherche zum Vorjahresthema habe ich mich viel mit historischen Reiseberichten beschäftigt, dabei stieß ich auf eine Landkarte, in die der Ort Liliput in der Südsee eingetragen war, als ob es ihn wirklich geben würde. Das war mein Aufhänger.

Spielt dann die Südsee eine Rolle in Ihrem Programm?
Nur zu Beginn werfe ich einen kurzen Blick auf die Südsee als Bestandteil deutscher Kolonialgeschichte. Swift war kein Freund der Kolonialisierungs-praxis seiner Zeit und nimmt dazu auch Stellung in seinem Buch „Gullivers Reisen“. Im Hauptteil des Programms verwende ich musikalische Stilmittel entsprechend Jonathan Swifts Lebenszeit und verbinde sie mit der populären Rhythmik unserer Zeit.

Welchen Inhalten wollen Sie an erster Stelle Gestalt geben?
In Büchern über die Kolonialisierung der Südsee las ich häufig über den missionarischen Begriff des „Lichtbringens“. Dieser schien mir so essentiell, dass ich ihn zunächst genauer untersucht und dann mit seinem Gegenspieler Schatten in den Mittelpunkt gerückt habe.

In Ihrem Programm Gullivers Reisen geht es also um Licht und Schatten?
Mit diesen Begriffen gehe ich spielerisch um. Jonathan Swift ließ seinen Helden Lemuel Gulliver seinerzeit 4 Reisen unternehmen, im 20. Jahrhundert wurde von einem russischen Autor eine sehr lesenswerte 5. Reise hinzu gefügt. Mein Programm Gullivers Reisen ergänzt das Vorhandene um eine selbst erfundene bewusst ein wenig märchehaft angelegte „6. Reise durch die Welt der Schatten“. Die Musik ist für Klavier, Cajon und Querflöte.

 

Der Löwe ist los

Interview mit Frank Hörter (Stellvertretender Bürgermeister, Pfinztal), Juni 2018 anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Der Löwe ist los“ im Bürgerhaus Söllingen

Frank Hörter: Frau Beddig, ich kannte Sie bislang nur als Musikerin und wusste gar nicht, dass Sie sich auch mit Malerei beschäftigen.

Kathrin Beddig: Das stimmt, Musik habe ich studiert, doch wenn ich so zurückblicke, würde ich sagen, ich habe eigentlich mit der Sprache begonnen: Mein Interesse an sprachlichem Ausdruck habe ich dann auf die Musik übertragen, die ja auch, wie man so sagt, eine Sprache ist. Von klein auf hatte ich auch Interesse am Malen, doch habe ich erst in der letzten Zeit dieses Interesse am Malen Projekt begleitend vertieft. Ich fand zunehmend, dass das Schreiben von Musik davon profitiert, wenn das jeweilige Thema für mich sichtbar im Raum steht. Musik ist an sich so flüchtig, Bilder „bleiben“.

Frank Hörter: Wie kommen Sie auf Ihre künstlerischen Themen?

Kathrin Beddig: Ich entwickle seit 10 Jahren jedes Jahr mindestens ein neues Programm. Das Folgende entsteht immer aus dem Vorangehenden. Im Lauf einer aktuellen Vorbereitung begegnet mir etwas „am Rande“, das soviel Substanz hat, dass es zu einem neuen Anfang werden kann. Das merke ich mir dann und greife es auf, wenn das alte Projekt abgeschlossen ist.

Frank Hörter: Klingt dann Ihre Musik so wie Ihre Bilder aussehen?

Kathrin Beddig: Ja und Nein: alles was ich bildlich entwerfe, entspricht immer meinem musikalischen Konzept, mit dem ich persönliche Erfahrungen, oder auch auch allgemein: Mensch-Sein, in Klang-Farben übertrage. Am besten eignet sich dafür beim Malen eigentlich die abstrakte Malweise. Doch seit 3 Jahren bin ich dabei, den puren Gefühls-Ausdruck der Farbe mit konkreten malerischen Themen zu kombinieren. Die Bilder sind nur Begleitung und zeigen einen Ausschnitt von dem, was in der Musik eine Rolle spielt. Vielleicht könnte man stattdessen auch sagen, die Bilder zeigen die Essenz der Musik des jeweiligen Programms, also das, worauf es mir in der Musik ankommt.

Frank Hörter: Dann stehen die hier ausgestellten Löwen also für verschiedene Gefühle?

Kathrin Beddig: Ganz genau, ich nenne sie „Charaktere“.

Frank Hörter: Sie haben im Bürgerhaus schon einige Veranstaltungen durchgeführt…
Kathrin Beddig: Das stimmt, als ich die Bilder aufgehängt habe, hatte ich ein bisschen das Gefühl, hier zu Hause zu sein. Die Räume sind mir so vertraut. In den nächsten Wochen finden ein paar Führungen statt für Kindergärten der Region, so wie vor 2 Jahren mit meiner damaligen Ausstellung „Monster“.

Frank Hörter: Wie ist generell die Resonanz auf Ihr Angebot?

Kathrin Beddig: Ich finde, ganz gut. Bisher haben sich schon 3 Gruppen aus Berghausen angemeldet. Es muss halt auch immer in deren interne Planungen passen. Dieses Jahr liegt die Ausstellung relativ dicht an den Sommerferien. Die Zahl der freien Termine ist nicht groß. Es freut mich sehr, dass es trotz geringem zeitlichem Spielraum möglich war, einige Verabredungen zu treffen, um von Herzen etwas an andere weiter zu geben.

Frank Hörter: So wie Sie es sicher auch in Ihrer Musikschule tun...

Kathrin Beddig: Vor 17 Jahren habe ich die Musikschule Flötenfloh in Kleinsteinbach gegründet und als „Der Flötenfloh“ ist sie zu einem geläufigen Begriff geworden.

Frank Hörter: Wie lange wohnen Sie schon im Pfinztal?

Kathrin Beddig: Das sind gut 20 Jahre.

Frank Hörter: Werden wir zur Ausstellungseröffnung auch einen Ausschnitt aus Ihrem neuen Programm hören?

Kathrin Beddig
: Ja, ich möchte ein Stück spielen, mit einem Mitspieler, der spontan die Trommelbegleitung übernimmt. Würden Sie das machen?

Interview mit Michael Wielath (Radio Horeb), Dezember 2017, anlässlich der Vorstellung der CD „Der Pilger im Garten“

Michael Wielath: Frau Beddig, wir senden im Programm später einige Ausschnitte aus Ihrer CD „Der Pilger im Garten“ und es interessiert unsere Hörer sicherlich, von Ihnen zu erfahren, wie diese CD entstanden ist. Zunächst möchte ich Sie unseren Hörern erst einmal vorstellen. Sie treten unter dem Künstlernamen Momoreska auf. Hat dieser Name eine Bedeutung, was bedeutet er?

Kathrin Beddig: Mein Künstlername Momoreska setzt sich auf mehreren Worten zusammen, die mich widerspiegeln und das, was ich mit meiner Musik sagen will: Moreska ist ein Tanz, aber auch die Bezeichnung eines orientalischen Musters. Das darin enthaltene Wort Mores bedeutet Sitten, Anstand. Ich will damit sagen, dass ich meine Töne nicht beliebig herunterspiele, sondern mit meiner Musik Stellung nehme und etwas aussage, nach dem Vorbild der historischen Musikwissenschaften, die schon vor Hunderten von Jahren den Zusammenhang zwischen musikalischen Motiven und Gefühlen erforscht hat. Daraus habe ich ein musikalisches Konzept entwickelt, das Spielmuster von heute und gestern und von verschiedenen Kulturen kombiniert und in dem jede Klangfarbe eine bestimmte Bedeutung hat. Diese persönliche Verbindung mit meiner Musik habe ich in meinem Künstlernamen Momoreska zusammen gefasst.

Michael Wielath: Sie sind Flötistin und treten meistens solistisch auf. Wie sind Sie auf das Instrument Querflöte gekommen? Man hört es gar nicht so oft.

Kathrin Beddig: Das war Zufall. Ich hatte eine Freundin, die auch in der Musikschule anfangen wollte. Wir schwankten zwischen Geige und Querflöte und haben uns dann beide für Querflöte entschieden. Davor hatte ich schon mit einer anderen Freundin Blockflötenunterricht genommen und mit Klavierunterricht begonnen.
Michael Wielath: Unterstützte Ihre Familie Sie darin, Musikerin zu werden?
Kathrin Beddig: In der Familie haben wir immer viel Musik zusammen gemacht. Meine Brüder spielten Blockflöte, Geige und Klarinette, meine Mutter begleitete uns am Klavier und mein Vater und meine Großeltern waren das Publikum, das zugehört und manchmal auch mitgesungen hat.

Michael Wielath: Und wann fassten Sie den Entschluss, Querflöte zu studieren?

Kathrin Beddig: Mit 14 Jahren. Ich machte eine Aufnahmeprüfung und bekam ein Stipendium für die vorberufliche Förderung. Von da an hatte ich neben der Schule jeden Tag an der Musikschule Unterricht in fünf Fächern und lernte dabei schon sehr viel von dem, was ich für das darauffolgende Musikstudium brauchte.

Michael Wielath
: Zurück zu Ihrer CD „Der Pilger im Garten“: die Stücke darauf sind alle als Improvisationen entstanden. Wie haben Sie sich auf die Aufnahme vorbereitet?

Kathrin Beddig: Am Anfang stand der Plan, in einem Raum zu spielen, dessen Ausstrahlung mich inspiriert und dessen gute Akustik sich wie ein Mitspieler verhält, auf den ich reagieren kann. In sehr alten Kirchen im Rheinland, Norddeutschland und Bayern hatte eine solche besondere Akustik bei meinen Konzerten erlebt. Es war gar nicht einfach, in meiner Region eine geeignete Räumlichkeit zu finden. Schließlich fand ich ihn im Kloster Blaubeuren. In solchen Räumen zu spielen, verstehe ich auch als Annäherung an und Würdigung der Generationen, die diese Räume einst geschaffen haben.

Michael Wielath: Wie sind Sie dann weiter vorgegangen, nachdem der Raum feststand?

Kathrin Beddig: Ich bin mit meinen Flöten einmal hingefahren und habe den Raumklang ausprobiert. Im Kreuzgang zu spielen war anders als im Chorraum. Dann gab es da noch einen kleinen sehr hohen Vorraum und einen Raum mit Ausblick auf den Klostergarten. In diesem Raum befand sich unter einem Eisengitter ein Zugang zu einer Quelle. Das leise Rauschen des Wasser empfand ich als stärkend und es zog mich hier zu meiner größten Flöte, der Altquerflöte, sie ist sehr kraftvoll. Ich legte zunächst nur fest, welche Flöte ich in welchem Raum verwenden wollte.

Michael Wielath: Und dann?

Kathrin Beddig: Ich fuhr erstmal wieder nach Hause und googelte nach einem dort ansässigen Tontechniker, fuhr wieder hin und spielte die Musik ein. Das Ergebnis der Aufnahmen war in Blaubeuren völlig offen, aber nicht völlig planlos. Ich hatte schon einen Plan.

Michael Wielath: Den Plan, dem Raumklang zu folgen?

Kathrin Beddig: Man könnte es so sagen. Ich wollte ins Gespräch kommen mit den Räumen und mit mir selbst und so wie man gewöhnlicherweise in gemeinsamen Gesprächen nicht alle Worte vorher festlegt, die man sprechen wird, sondern vorher nur der Anlass oder das Anliegen des Gesprächs feststeht, war es auch hier: ich hatte meine Flöten zum Ausdruck meiner (inneren) Stimme dabei und wollte mit ihnen eine Geschichte erzählen.

Michael Wielath: Was war das für eine Geschichte?

Kathrin Beddig: Ich stellte mir vor, ich wäre ein sozusagen zeitloser Wanderer, der erschöpft und mit schwerem seelischem Gepäck im Kloster ankommt und hofft, sich dort ausruhen zu können. Während er von Raum zu Raum geht, wird ihm immer freier ums Herz. Die Musik macht sein lautloses Gebet nach außen hörbar und zeichnet den Weg nach von großer Not zu großer Freude. Der Ausdruck der Musik wandelt sich entsprechend von Raum zu Raum. Seit einigen Jahren ist ja ein Wiederaufleben der Tradition des Pilgerns zu beobachten. Dies war für mich durchaus auch ein Anlass, dieses CD-Projekt zu verwirklichen. Das Pilgern ist eine gute alte Tradition, die heutzutage an Aktualität dazu gewonnen hat. Ich versuche sowohl in meinen Themen als auch in deren Gestaltung immer, Verbindungen herzustellen zwischen den Lebenswelten von gestern und heute.

Michael Wielath: Im Vergleich sind Sie an diese Produktion eigentlich ganz anders heran gegangen als an Ihre vorangehende CD „Es singt dir mein Herz“?

Kathrin Beddig: Ja, in Bezug auf den Ablauf der Entstehung. Die Musik zu „Es singt dir mein Herz“ hatte schon lange in mir auf ihren musikalischen Ausdruck gewartet. Die Musik schrieb ich spontan auf und spielte sie dann ein. Im „Pilger im Garten“ ging ich andersherum vor: Ich spielte sie zuerst spontan ein und schrieb sie hinterher auf. Ich hätte sie vorher nicht aufschreiben können, weil meine Räume zu Hause eine ganz andere Akustik und Ausstrahlung haben und diese beide Komponenten den Stücken ihre entscheidende Form geben. Und für länger andauerndes musikalisches Ausprobieren und Üben, das für ein vorhergehendes Aufschreiben zeitlich gereicht hätte, stand das Kloster Blaubeuren natürlich auch nicht zur Verfügung.

Michael Wielath: Welche Flöten spielen Sie auf der Aufnahme?

Kathrin Beddig: Ausschließlich verschiedene Querflöten: neben der normalen Querflöte, die Altquerflöte, die Traversflöte und die indische Bambusflöte.

Michael Wielath: Dadurch, dass Sie die Musik nachträglich aufgeschrieben haben, können Sie sie nun auch an anderen Orten aufführen…

Kathrin Beddig: Ja, das habe ich auch schon gemacht. Ich finde,es ist ein gutes Programm für Räume, die für das Gebet geschaffen wurden. Mein Ziel mit dieser CD ist, dem Weg zur inneren Mitte, den zu gehen für jeden einzelnen von Nutzen sein kann, damit meine ich auch den Weg von innerer Zerrissenheit zu Gelassenheit und, im weitesten Sinne, zu Gott-Vertrauen, eine musikalische Gestalt zu geben, die persönlich geprägt und zugleich allgemein gültig ist.

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Pressetexte

Pressetext: Flow

Flow ist, wie der Name schon sagt, ein Programm, dessen Form so wandelbar ist wie etwas, das laufend „im Fluss ist“. Es geht von zeitgenössischen groovigen Patterns aus, die sich als Loop fortsetzen, bereits in der Klassik gab es diese Form der rhythmisch-harmonischen Begleitung als Ostinato. Über diesem gegebenen Hintergrund schwingt sich die Querflöte auf in großen Bögen. Die Ideen zu den Stücken sind notiert, die lebendige Gestaltung der Oberstimme kann möglicherweise immer wieder ganz anders sein, wie es dem Moment entspricht…

Pressetext: Mozart am Nil

W. A. Mozart war nicht nur als Komponist fantasievoll und unterhaltsam.
Seinen Lieben daheim berichtet er anschaulich von seinen Reisen, von besonderen Erlebnissen in Alltag und Freizeit und nicht zuletzt darüber, was er selbst unter türkischer Musik verstand. Kathrin Beddig stellt sich selbst in den Dienst seiner Worte und lässt sie in abwechslungsreichen Kompositionen nachklingen, vom arabischen Walzer bis zur ägyptischen Liedvariation, für Querflöte, mit und ohne Trommel-Begleitung. In Zeiten des Internet erinnert das Programm an die inzwischen weitestgehend untergegangene Kultur des Briefe-Schreibens.

Pressetext: Es singt dir mein Herz

Flöten gehören zu den ältesten Instrumenten der Menschheit. Durch Höhlenfunde ist bekannt, dass es sie schon in der Steinzeit gab. Demgegenüber stellt die Komponistin Kathrin Beddig Abschnitte aus den ältesten überlieferten Texten: den Psalmen. Die ausgewählten Sätze spiegeln nicht nur archaische, sondern auch gegenwärtige Lebenserfahrung wider. Die Musik für Querflöte, Blockflöte und Kanjira bedient sich nicht nur klassischer Stilmittel, sondern führt hin bis zu den abstrakten Randgebieten modernster Spieltechnik. „Populäre Musik“ (tonkünstlerforum) „Klänge des Lichts, der Klarheit und der Tiefe“ (Naumburger Zeitung)

Pressetext: Gullivers Reisen (die 6. Reise)

Ausgangspunkt für das Programm war eine alte Landkarte, auf der die Insel Liliput als reale Landschaft mitten in der Südsee eingetragen war. In der Flut der Reisebeschreibungen des 18. Jahrhunderts verschwammen die Unterschiede zwischen dem, was fantastisch und was wirklich ist. Tatsächlich wurden in dieser Zeit viele neue Welten entdeckt. Alles schien möglich. In Fortführung dieses Gedanken handelt die Musik für Querflöte, Klavier und Cajon von einer fiktiven 6. Reise des Lemuel Gulliver: einer Reise in die Welt der Schatten, ausgehend von der „Südseeinsel“ Liliput mit open end.

Pressetext: Goethe – China

Die Musikerin Kathrin Beddig nahm Goethes Gedichtzyklus "Chinesisch-deutsche Jahres- und Tageszeiten" zum Anlass, um ein Programm zu dem großen deutschen Dichter zu schreiben.
Wie die traditionelle chinesische Landschaftsmalerei auch Träger chinesischer Lebensphilosophie ist, so weisen Goethes Verse über "bunt geblümte Wiesen" und "der Weiden Haargezweige" weit über die rein poetische Darstellung der Umgebung hinaus. Nicht zuletzt wird in ihnen auch deutlich, wie er selbst gelebt und geliebt hat. Kathrin Beddig stellt die Entstehungsgeschichte des Zyklus und Gedichte daraus vor. Ihre Kompositionen für (Alt-)Querflöte, Altflöte und pentatonische Flöte greifen sowohl auf klassisch-romantische Spielweisen als auch chinesische Mythen und Lieder zurück. Wie Goethe in der Lyrik ließ sie sich in der Musik von chinesisch-deutschen Traditionen inspirieren.

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Pressetext: Künstlerin Kathrin Beddig

Die als « Karlsruher Zauberflöte » bekannte Musikerin Kathrin Beddig (Momoreska) ist eine Charakterdarstellerin auf der Flöte.
Ob klassische Werke oder ihre eigenen Kompositionen, in denen sie irische, spanische, griechische, indische und gregorianische Einflüsse verarbeitet, die klassische Flötistin spielt kraftvoll und zentriert, mit einem faszinierenden Spektrum an außergewöhnlichen Klangfarben.

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Rezension: Momoreska - Fantasie und Feder (CD zum Kleinkunstprogramm)
(Meldung vom 22. August 2017)

CD_Momoreskavon Hartmut Wörner

Eine erstaunlich umfang- und facettenreiche Reihe von Kulturereignissen des Jahres 2017 belegt die nach wie vor lebendige Ausstrahlung des ‚Phänomens Karl May‘. So war die Tragik seines Alters Gegenstand eines erfolgreichen Theaterstücks, der ‚Winnetou‘-Mythos wurde von jungen Medienkünstlern in 3-D-Projektionen umgesetzt und das wechselhafte und abenteuerliche Leben Mays inspiriert einen bundesweit bekannten Schauspieler zu einer Lesung. In diese Reihe gehört auch das, vor allem von Mays Amerika-Romanen geprägte musikalische Kleinkunstprogramm der Karlsruher Musikerin, Komponistin und Musikpädagogin Kathrin Beddig alias Momoreska, das auch als ‚musikalisches Hörbuch‘ auf CD erschienen ist.

Im Begleittext zur CD schreibt Momoreska, dass sie über die Beschäftigung mit dem Thema ‚Utopie‘ zufällig auf Karl May gestoßen ist. Karl May wird von der Künstlerin als utopischer Weltanschauungsschriftsteller begriffen. So ergründen die sechzehn thematischen Musikstücke von ‚Fantasie und Feder‘ den bunten Abenteuerkosmos Mays als Ausdruck einer Vision von der Gleichheit und Würde aller Menschen, die sich in seiner Schilderung der Indianer ausdrückt (z.B. im Titel ‚Ist ein Indianer ein Mensch?‘). Kathrin Beddig greift auch zentrale Aspekte der u.a. in ‚Mein Leben und Streben‘ und in ‚Empor ins Reich der Edelmenschen‘ dargestellten ‚literarischen Mission‘ Mays auf: seinen Anspruch ein geistiger Aviatiker zu sein (‚Nicht Rad, nicht Automobil‘) und seinen Lesern in der Form von Märchen Orientierung und Lebenshilfe zu bieten. Beddigs musikalisch ausgeführter These, dass es ohne Utopie nur ‚rasenden Stillstand‘ geben kann, hätte Karl May zweifellos zugestimmt. Auch das Rollenspiel des Bestsellerautors mit einem, so die Irokesen, ‚Falschgesicht‘ wird in dem Stück ‚Die Narben des Old Shatterhand‘ aufgegriffen.

Momoreska, die auch als ‚Karlsruher Zauberflöte‘ bekannt ist, hat Karl Mays humanitäre Botschaft nicht nur verstanden, sondern diese in expressive ‚musikalische Kulturlandschaften‘ umgesetzt. Die mit verschiedenen Flöten und teilweise auch mit Klavier sowie Bassbox musizierten Stücke klingen immer melodiös und harmonisch. Beschwingtheit wechselt sich mit Kontemplation ab. Fast durchgehend gelingt in den, teilweise durch kurze Wortbeiträge eingeleiteten, Stücken eine überzeugende musikalische Umsetzung des gegebenen Themas, besonders eindrucksvoll in den auf verschiedene Landschaften (Schlucht, Wüste, Wald) bezogenen Stücken. Eindrücklich demonstriert Kathrin Beddig, die in eigenständiger Weise orientalische und indianische Motive aufgreift, ihr Können auch in mehrstimmigen Stücken der CD wie ‚Stompground‘ und ‚Die Irokesen lachen‘.

Der Erwerb der CD (15 Euro) kann jedem Freund des Weltanschauungschriftstellers May, der auch niveauvolle Musik schätzt, empfohlen werden. Webseite: www.momore.de; E-Mail: info@momoreska.de.

Das durch die Kritik hoch gelobte Programm ‚Fantasie und Feder‘ ist auch live zu sehen und zu hören. So am 9.9.2017 in Bad Urach/Baden-Württemberg. Ein Auftritt von Momoreska kann über die Kontaktadresse der Künstlerin gebucht werden.

http://www.karl-may-gesellschaft.de/

https://de-de.facebook.com/Karl.May.Gesellschaft

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Feedback

„Kathrin Beddig ist eine außergewöhnliche Flötistin mit langem Atem.
Ihre Tongebung ist reich an Klangfarben, sehr geschmeidig und vital.
Sie gestaltet Musik – sowohl bei Kompositionen wie auch dann, wenn sie improvisiert –
mit einer enorm breiten Dynamik von ganz leise bis zu einem starken fortissimo.
Die Musik lebt und schwingt, wenn sie spielt!“
Barbara Heller, Komponistin

„Luftig verspielt – beeindruckend – sphärischer Klangteppich – hohes technisches Niveau – musikalische Sensibilität – das Spiel der Flöte verleiht Trauer, Schmerz, Freude, Liebe, Ergriffenheit und Lebenswillen tonale Gestalt“

„Die Stärken Kathrin Beddigs: Ausleuchten der Tonfarben, das energische, zielstrebige Vorwärtstreiben, die Fähigkeit, große Spannungsbögen über die musikalischen Entwicklungen zu legen – interpretatorische Feinheiten - kunstvolle Atmung und ein Schuss Humor“

„Die singende Flöte wurde zur entspannt phantasierenden Meditation“

„Poetisch philosophische Bilder– Ohren stimulierende Genüsse – wie Nebel aufsteigender magischer Zauber…“

„Unerhört! Und genau das ist sie, die mutige CD der Flötistin Kathrin Beddig“ Patrick Tröster, Tonkünstlerverband

„Mit diesen Improvisationen der Klänge des Lichts, der Klarheit und Tiefe … bewies Beddig, dass sie nicht nur eine gewandte Instrumentalistin und Atemtechnikerin ist, sondern darüber hinaus eine Charakterdarstellerin auf der Flöte.“ Schaumburger Zeitung am 25.6.2009

„Die Flötistin Kathrin Beddig orientiert sich sehr stark am Crossover und an Weltmusik.
Das macht das Populäre dieser Musik aus.“
Tonkünstlerforum, Dezember 2008

„Kathrin Beddig ist eine außergewöhnliche Flötistin“ Barbara Heller (Komponistin)

„Kathrin Beddig und der wohltuende Klang ihrer Flöte …“ Haus Conrath

„Die Anmut von Momoreskas Musik ist eine sehr schöne und seltene Klangfarbe in der heutigen Kulturlandschaft“ Hans Torwesten, Chiemgau (Maler)

„Das war ganz zauberhaft“ St. Aposteln Köln (Hörerin)

„Wunderbar authentisch“ Piccolino Bonn (Veranstalter)

„Ich habe mit Freude Ihre CD’s gehört. Sie stellen sich Ihren Gefühlen und sprechen dadurch die Gefühle anderer Menschen an. Ohne kitschiges Beiwerk, sehr klar, sehr eindringlich und einfühlsam. Ich wünsche mir, dass viele Menschen daran teilhaben können.“ Udo Baer (Psychotherapeuth)

„Den musikalischen Rahmen übernimmt die Querflötistin Kathrin Beddig, die nicht nur sehr überzeugend und erstklassig spielt, sondern auch mit ihrer Musik zu begeistern versteht“
O. Koch, Künstlernetzwerk SW

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